Von 4 auf 6 Spuren in 2039 Tagen
Am 03. August 2026 fand die feierliche Eröffnung der Strecke unseres Großprojekts der A 3 statt. Nach 2039 Tagen Bauzeit wurde die sechsstreifig ausgebaute Strecke der A3 zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Führt/Erlangen offiziell für den Verkehr freigegeben.
Planung
Gemeinsam mit dem ARGE-Partner wurde die 71 Kilometer lange Strecke zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen ausgebaut. Das 5 Kilometer lange Stück zwischen Fuchsberg und östlich der Anschlussstelle Geiselwind wurde bereits 2018 konventionell sechsstreifig ausgebaut.
Eiffage Infra-Bau oblag die technische Leitung beim Bau der A 3. Das bedeutet, dass Eiffage Infra-Bau die Bau-Arbeitsgemeinschaft gegenüber dem Auftraggeber vertritt – in Absprache mit dem ARGE-Partner als kaufmännische Leitung. Außerdem ist Eiffage Infra-Bau u. a. für die Überwachung der Bauausführung, Beschaffung von Baugenehmigungen und den Abschluss von Nachunternehmerverträgen zuständig.
Der Start
Im Mai 2020 fiel der Startschuss. Der Baubetrieb einschließlich der gesamten notwendigen Infrastruktur (drei Baubüros, IT, Unterkünfte etc.) wurde eingerichtet, und über 200 gewerbliche Mitarbeiter, 150 Angestellte sowie mehr als 100 externe Mitarbeiter waren der Bau-ARGE beschäftigt.
Der Fortschritt
Der öffentlichen Verkehr wurde in einer sogenannten 4+0-Verkehrsführung (Umlegung des Richtungsverkehrs von zwei auf eine Richtungsfahrbahn im Bereich einer Baustelle) an dem Baubereich vorbeigeführt. Außerhalb des bestehenden Autobahnkörpers wurde der Erdbau für den endgültigen sechsstreifigen Ausbau betrieben.
Insgesamt wurden 91 Ingenierubauwerke errichtet:
- 4 große Brücken
- 22 einfeldrige Überführungsbauwerke in Stahl-Beton-Verbundbauweise
- 67 Unterführungen Irritations- und Lärmschutzwände sowie Stützwandkonstruktionen
Im Bereich Straßen- und Tiefbau wurden etwa 2,1 Millionen Tonnen Asphalt bewegt, bis zu 9 000 Tonnen pro Tag. Das Team der Eiffage Infra-Bau war hier für die Errichtung der gesamten Straßenausstattung wie Markierungen und Beschilderungen verantwortlich. Auch die Herstellung von Entwässerung sowie Natur- und Landschaftsarbeiten sowie die betriebstechnischen Einrichtungen waren Teil des Projektes.
Die Fertigstellung
Am 03. August 2026 wurde die Strecke feierlich freigegeben. Betrieb und Erhaltung der gesamten Strecke von 76 Kilometern für insgesamt 30 Jahre bis 2050 gehören ebenfalls zum Auftrag. Das bedeutet, dass Winterdienst, Grünpflege, Ausbesserungen an der Strecke sowie die Beseitigung von Unfallschäden durch das Konsortium übernommen werden, damit die Strecke sicher und komfortabel von allen Verkehrsteilnehmern genutzt werden kann.
Mit dem Projekt haben wir einen bedeutenden Beitrag zur Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland geleistet. Vielen Dank an alle Beteiligten für ihren Einsatz und die erfolgreiche Zusammenarbeit!